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Gemeinsames Sammeln lohnt sich


Die Elsterlandgrundschule im brandenburgischen Herzberg sammelt mit großer Unterstützung von Firmen und Eltern leere Druckerpatronen für den „Sammeldrachen“. Das Projekt ist in der Grundschule Schritt für Schritt angelaufen und wurde schnell von großem Erfolg gekrönt.

Seitdem die Tochter von Jens Ott die Elsterlandgrundschule besucht, setzt sich der engagierte Vater für das Projekt „Sammeldrache“ ein. „Einige Eltern waren anfangs noch etwas skeptisch“, sagt Ott. Doch auf einer Elternkonferenz informierte er Ende 2007 die Lehrer und Eltern über das System und erklärte, was gesammelt wird, wie viele Grüne Umwelt-Punkte (GUPs) es für die gesammelten Ressourcen gibt und wie die Gegenstände recycelt werden. Die Begeisterung des Vaters steckte dann auch die anderen Eltern an. 

In der Schule stehen gleich zwei Grüne Umwelt-Boxen, die regelmäßig von den Kindern und Eltern gefüllt werden. „Manchmal kommen die Eltern mit extra großen Tüten“, freut sich Jens Ott. Doch ohne die Hilfe zahlreicher Firmen, die ebenfalls fleißig leere Tonerkartuschen sammeln, hätte die Grundschule mit 300 Schülern keinen so großen Sammelerfolg. „Über all die Jahre haben besonders der Landkreis Elbe-Elster und die Firma Heinzsoft unsere Schule beim Sammeln von GUPs unterstützt“, sagt Ott.

2008 konnte die Grundschule ihren größten Erfolg feiern: Als Landessieger im Bundesland Brandenburg erhielt die Schule 1.000 Euro Preisgeld. Der Preis wurde während eines Sportfestes feierlich überreicht. „Das Feiern der Preise und Prämien ist uns sehr wichtig, denn so bekommt jeder unseren Erfolg mit, und wir können uns gemeinsam freuen“, so Ott. Von den tausenden gesammelten GUPs wurden bereits Uhren für jedes Kind und Multiplikationsbretter für den Matheunterricht angeschafft. Die bisher größte Anschaffung war ein Fernseher. „Damit die Kinder verstehen, wie aus Müll Spielzeug wird, beziehen wir die Kinder immer mit ein. Die Lehrer und Eltern erklären ihnen, wie das System „Sammeldrache“ funktioniert und was die Umwelt davon hat“, erklärt Jens Ott.